Am Seerosenteich oder wie ich die Welt sehe - Mit welchem Fokus wir durchs Leben gehen
Eine scheinbar zufällige Begegnung am Seerosenteich hat mich auf die Idee zu dieser Folge gebracht.
Eine scheinbar zufällige Begegnung am Seerosenteich hat mich auf die Idee zu dieser Folge gebracht.
Vor einiger Zeit fiel mir das Buch von Byung-Chul Han, "Sprechen über Gott – Ein Dialog mit Simon Weil", in die Hand und hat mich gefesselt. Simone Weil kannte ich bis dahin nur aus der Ferne. Ihr Werk ist auch nicht unbedingt leicht zugänglich. Ich wusste nur, dass sie eine jüdische Philosophin war, die durch eine Gottesbegegnung in Assisi einen Weg mit Christus abseits der Kirche ging und auf sehr radikale Weise ihre Werte lebte und sehr jung starb. Sie war eine Frau, die immer zwischen den Stühlen saß, eine radikale Wahrheitssucherin, die sich von keiner Ideologie verführen ließ, eine...
Wir leben in Zeiten, wo der Blick gefangen ist in Untergangsszenarien. Stärker werden die Kräfte, die sich nähren von der Angst und Unzufriedenheit, dem Schlechtreden, dem Herbeireden von Abstieg und Untergang. Sie hindern uns am Aufblicken, verstärken Vorurteile und Feindbilder. Und sie spalten. Wir leben mit einem Angstüberschuß und einem Hoffnungsmangel. Das Aufblicken in den offenen und weiten Himmel ist eine Haltung, die uns wehrhaft macht gegen die Angst und uns im Vertrauen gründet. Im Psalm 34 höre ich die Aufforderung: "Blickt auf zu IHM, so wird euer Gesicht leuchten."
Um dieses Aufschauen, dieses Aufblicken geht es.
In dieser österlichen Episode geht es um einen Glutkern des christlichen Glaubens. Er verbindet sich mit der Osterbegegnung von Maria aus Magdala mit dem Auferstandenen Christus.
Der Begriff "Magdalenensekunde" geht auf den Dichter Patrik Roth zurück. Er markiert den Moment, in dem wir uns als Angerufene für die Wirklichkeit Gottes öffnen. Ein Moment der Ergriffenheit, in dem sich alles wenden kann.
Was ist das denn für ein Titel: Jesusliebhaber!
Wo soll uns das denn hinführen?
Wenn man Jesus, der Geliebte, googelt, kommt man zuerst auf:
Wie hieß Jesus' Geliebte?
Hatte Jesus eine Affäre?
Auch wenn der Titel erst mal sperrig, für manche befremdlich rüberkommt – für mich verbindet sich damit ein Herzensanliegen.
Und tatsächlich – ich oute mich hier als einen Jesusliebhaber.
Was heißt das „Jesus-Liebhaber“? Wer oder was ist gemeint.
Falls dich das neugierig mach, hör hinein!
Ein spannendes Thema: Selbsterkenntnis.
Und es ist auch ein zutiefst spirituelles Thema.
Der Anfang des spirituellen Lebens ist die Selbsterkenntnis.
Für Theresa von Avila ist die Selbsterkenntnis eine wesentliche Voraussetzung, um Gott zu erfahren und mit dem Himmel in Berührung zu kommen.
»Es ist absurd zu glauben, wir könnten den Himmel betreten, ohne zuerst unsere Seelen zu betreten« sagt sie.
An Heiligabend steht in der Mitte ein Kind und auch wir kehren irgendwie an den Ort unserer Kindheit zurück. Manche ganz wörtlich, die zu ihren Elternhäusern heimkehren, andere tauchen zumindest in ihre Kindheitserinnerungen ein, die Weihnachten geweckt werden.
Ein unterwegs, heimatlos geborenes Kind, weckt in den Menschen seit 2000 Jahren ein Gespür für Heimat und Geborgenheit. Es weckt die Sehnsucht nach Eintracht und Frieden. Diese Spannung möchte ich fruchtbar machen.
Darin kann uns ein Sinn, eine Bedeutung aufgehen, der ich nachspüren will.
Der Advent war – genauso wie die Passionszeit – im christlichen Jahreskreis immer eine Zeit der Umkehr, Besinnung und Buße.
Manchmal bin ich zu verstrickt in meine eigenen Denkmuster. Ich kann den Knoten nicht lösen. Es braucht eine Erfahrung, einen Impuls, der mich anstößt und herausholt aus meiner Selbstumkreisung.
Der Advent mit seinem Aufruf zur Umkehr, kann so ein Anstoß sein, der in Bewegung bringt.
Solche besonderen Zeiten laden ein, uns empfänglich zu machen, Raum zu schaffen. Umkehr beschreibt eine Dynamik, die uns hilft, Ballast loszulassen, uns von Abhängigkeiten und lebensfeindlichen Mustern zu lösen, um dem Leben in Fülle wieder...
Für viele ist Advent zuerst Zeit des Wartens auf Weihnachten und bei Kindern besonders stark verbunden mit dem Warten auf die Bescherung. Der Advent lebt aber auch von einer Gegenbewegung, die von uns kommen kann. Daher gehört der Aufbruch genauso zu Advent wie das Warten. Mit dieser Folge möchte ich dich in diese adventliche Bewegung mit hineinnehmen und dich dazu reizen, dem nachzuspüren, was Aufbruch für dich in dieser Adventszeit bedeuten kann.
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